BAU ABC in Bad Zwischenahn

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Brunnenbau verbindet – Ingenieure ohne Grenzen zu Gast im BAU ABC

Ende Oktober war das BAU ABC in Bad Zwischenahn Gastgeber einer besonderen Begegnung: Eine Delegation der Organisation Ingenieure ohne Grenzen (IOG) besuchte unser Team der Aus- und Weiterbildung im Bereich Brunnenbau. Der zweitägige Workshop bot nicht nur spannende Einblicke in die Ausbildungspraxis des BAU ABC, sondern zeigte eindrucksvoll, wie Fachwissen aus der Bauwirtschaft weltweit Wirkung entfalten kann.

Nach der Begrüßung durch Gerd Siebenborn stellten Melanie Campbell und Tomke Baum das BAU ABC vor. Anschließend präsentierte Reiner Hermanns die Organisation Ingenieure ohne Grenzen (IOG) sowie das Projekt „Kap Verde“. Unsere Ausbilder des BAU ABC Thorsten Busch, Georg Stöter und David Urban-Werner gaben praxisnahe Einblicke in Grundlagen und Details des Brunnenbaus sowie der Bohrgerätetechnik. Besonderes Interesse galt den Erfahrungen von Ulf Mischke aus Brunnenprojekten in Afrika und den Anforderungen an personelle Qualifikationen. Ein Rundgang durch das BAU ABC und Praxisvorführungen rundeten den ersten Tag ab. Am Abend fand ein gemeinsames Abendessen statt, das den persönlichen Austausch und das gegenseitige Kennenlernen in angenehmer Atmosphäre förderte. Am zweiten Tag standen spezielle Bohrtechniken und Geräteleistungen im Fokus.

Im Mittelpunkt des Workshop stand das IOG-Projekt ProFuture – Sanitär- und Wasserversorgung für Chã das Furnas auf den Kapverden. Dort erschwert felsiger Untergrund den Zugang zu sauberem Wasser – geeignete Bohrtechnik und Know-how sind entscheidend. Das BAU ABC als bundesweit einzige Einrichtung, die Brunnenbaumeister*innen ausbildet, erwies sich als idealer Partner. Unsere Ausbilder vermittelten praxisnah Grundlagen und Spezialtechniken des Brunnenbaus, ergänzt durch Demonstrationen moderner Bohrgeräte. Besonderes Interesse galt den Erfahrungen aus internationalen Projekten, die wertvolle Anknüpfungspunkte für die Arbeit von Ingenieure ohne Grenzen boten. Neben Fachvorträgen und Praxisvorführungen stand der persönliche Austausch im Vordergrund. In offener Atmosphäre wurden technische Herausforderungen, logistische Rahmenbedingungen und Qualifikationsanforderungen intensiv diskutiert. Das gemeinsame Ziel: Lösungen entwickeln, die auch unter schwierigen geografischen Bedingungen tragfähig sind.

Das Fazit fiel durchweg positiv aus. Der Workshop verdeutlichte, wie praxisorientierte Ausbildung und gesellschaftliches Engagement ineinandergreifen können. Für die Ausbildungsbetriebe der Bauwirtschaft zeigt dieses Beispiel eindrucksvoll, welchen Stellenwert fundierte Fachkenntnisse, Innovationsgeist und Kooperation haben – nicht nur im Inland, sondern weltweit.

Das BAU ABC wird den Austausch mit Ingenieure ohne Grenzen fortsetzen und so dazu beitragen, Wissen aus der Baupraxis in internationale Projekte einzubringen.

Mehr zum Projekt: Ingenieure ohne Grenzen – Kap Verde

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