Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen und BAU ABC ziehen positives Fazit von der berufsEXPO Tashkent 2025
Die Bauwirtschaft in Niedersachsen und Bremen steht vor einer zentralen Herausforderung: Der Fachkräftemangel verschärft sich. Jährlich scheiden rund 20.000 Fachkräfte altersbedingt aus, während deutlich weniger junge Menschen eine Ausbildung beginnen. Um dem entgegenzuwirken, engagieren sich der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen und das BAU ABC zunehmend international – unter anderem mit einem Auftritt auf der berufs-EXPO Tashkent 2025 in Usbekistan.
Großes Interesse an Ausbildung und Karriere in der deutschen Bauwirtschaft.
Die Vertreter des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen und des BAU ABC zeigten sich positiv überrascht von der großen Zahl interessierter Schülerinnen und Schüler. Zahlreiche neue Kontakte konnten geknüpft und bestehende Partnerschaften weiter gefestigt werden. Am Stand der beiden Organisationen erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, selbst Baugeräte auszuprobieren und beim Baggerlader aktiv mitzuarbeiten – ein praxisnahes Erlebnis, das ihnen einen authentischen Einblick in die vielseitigen Berufe der Bauwirtschaft bot.
Viele Besucherinnen und Besucher zeigten sich beeindruckt von den vielfältigen Ausbildungs- und Karriereperspektiven in Deutschland. Besonders das deutsche Ausbildungssystem, das in Usbekistan bislang wenig bekannt ist, stieß auf großes Interesse – vor allem, weil auch konkrete Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten vorgestellt wurden. Ebenso positiv fiel die Sprachkompetenz vieler Jugendlicher auf: Der Großteil der Gespräche konnte auf Deutsch geführt werden. Die Begeisterung und Motivation, in Deutschland eine Ausbildung zu beginnen und dort eine berufliche Zukunft aufzubauen, waren deutlich spürbar.
„Wir brauchen verlässliche Zuwanderung in die Bauwirtschaft, sonst geraten zentrale Infrastrukturprojekte ins Stocken“, betont Jörn P. Makko, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes.
Moritz Lohe, Geschäftsführer des BAU ABC ergänzt: „Die Gewinnung von Auszubildenden aus Usbekistan ist ein zentraler Baustein unseres internationalen Rekrutierungsprogramms. Ziel ist es, die Unternehmen der Bauwirtschaft in Nieder-sachsen-Bremen bei der Besetzung ihrer offenen Ausbildungsplätze aktiv zu unterstützen und gleichzeitig jugendlichen Personen aus Usbekistan eine attraktive Zukunft zu bieten. Als BAU ABC arbeiten wir intensiv daran für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation zu schaffen. Langfristig wollen wir für unsere Kunden jährlich bis zu 200 Auszubildende aus Drittstaaten nach Niedersachsen und Bremen holen.“
Praxis erleben auf der berufsEXPO.
Die berufsEXPO wurde von Angela Papenburg und ihrem Team mit viel Engagement auf dem Gelände von GP PAPENBURG UZBEKISTAN in Tashkent als Mit-mach-Veranstaltung für Jugendliche mit guten Deutschkenntnissen organisiert. Knapp 800 Jugendliche hatten die Möglichkeit, Berufe hautnah kennenzulernen, neue Perspektiven zu entdecken und direkte Kontakte zu deutschen Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen zu knüpfen. Interaktive Stationen ermöglichten es den Jugendlichen, ihre Fähigkeiten praktisch auszuprobieren, sich zu informieren und Orientierung für ihre Berufswahl und Karriereplanung zu erhalten. Gleichzeitig förderte die Messe den Austausch zwischen Jugendlichen, Lehrkräften, Unternehmen, Bildungsträgern und staatlichen Akteuren und stärkte so die deutsch-usbekische Zusammenarbeit in der Berufsbildung. Viele namhafte Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen aus Deutschland und Usbekistan präsentierten sich an den beiden Messetagen und gaben wertvolle Einblicke in Ausbildung, Studium und Karrierechancen.
Zukunftsperspektiven sichern.
„Unser Ziel ist klar: Wir möchten motivierte Talente gewinnen, die ab August 2026 ihre Ausbildung in der deutschen Bauwirtschaft starten“, erklärt Jörn P. Makko, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes. „Die Messe hat gezeigt, dass großes Interesse besteht. Gemeinsam mit unseren Partnern stärken wir die deutsch-usbekische Zusammenarbeit in der Berufsbildung und eröffnen jungen Menschen echte Zukunftschancen.“